Die Künstler

Wally Hase (Flöte) & Thomas Müller-Pering (Gitarre) konzertieren gemeinsam seit 1999, beide lehren als Professoren an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Start und Auslöser für ihre künstlerische Zusammenarbeit war eine Ensemble-Produktion mit dem amerikanischen Komponisten Georg Crumb und der Klangwerkstatt Weimar, worauf sich neben anderen Projekten ein Portraitkonzert des japanischen Komponisten Toru Takemitsu anschloss.

Seither erweitern Wally Hase und Thomas Müller-Pering das ohnehin umfangreiche Repertoire der Besetzung Flöte & Gitarre mit eigenen Transkriptionen und neuen Kompositionsaufträgen. 2002 erschien die erste gemeinsame Duo-CD „Lyric Pieces“ mit Werken von Franz Schubert und Edvard Grieg. 2006 wurde das Duo für seine CD „Jorinde & Joringel“ der „edition seeigel“ mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik sowie 2007 mit dem „Leopold“ ausgezeichnet. Eine weitere CD-Produktion „Circulo Mágico“ führt auf eine musikalische Weltreise zwischen den Kontinenten: von Frankreich und Spanien bis nach Brasilien und Argentinien. Diese CD erschien im März 2007 beim Label animato.

Seit 2005 verbindet das Duo auch eine künstlerische Zusammenarbeit in Form von außergewöhnlichen Projekten im Bereich Musik & Literatur mit Prof. Dr. Jan Phillip Reemtsma (Hamburg). 2008 erschien beim Label Hoffmann & Campe ihre gemeinsame CD „Du, ich – und zuweilen Liebe“.

www.wallyhase.de

 

 

Murat Coskuns neuestes musikalisches Projekt „Rhythms of Life“ zeugt von der Verbundenheit des Menschen mit dem Rhythmus, dem Puls des Lebens. Gleichzeitig nimmt der Worldpercussionist und „Magier auf den Rahmentrommeln“ das Publikum mit auf seine stetige Suche nach neuen Ausdrucksweisen in Klang und Bewegung.

Die persische Santur-Virtuosin Arezoo Rezvani ist eine kongeniale Partnerin auf diesem Weg. In der klassischen Musik Persiens beheimatet, wechselt sie mit Leichtigkeit und Eleganz die Stile und bezaubert mit filigranem, leidenschaftlichem Spiel und berührendem Gesang. Eine besondere Note verleihen dem Konzert die beiden jungen Gäste Malika und Yasar Coskun mit begeisternder Spielfreude und rhythmischer Souveränität auf Rahmentrommeln und Akkordeon. „Rhythms of Life“ ist ein Konzerterlebnis – inspirierend, wohlklingend, spannungsgeladen, improvisiert, auskomponiert, anspruchsvoll und dabei äußerst unterhaltsam.

Fundiert auf seinem Studium der Orientalistik und Musikethnologie vermittelt der international renommierte Perkussionist Murat Coskun zwischen den musikalischen Welten des Orients und Okzidents, schöpft aus dem Repertoire unterschiedlichster Kulturen und engagiert sich in vielen Stilrichtungen wie Weltmusik, Klassik, Alte Musik, Jazz und Neue Musik. Seine Konzerte führten ihn u.a. nach West- und Osteuropa, in die Mongolei, USA, Vietnam, Kambodscha, Indonesien, Laos, Korea, Marokko, Algerien, Tunesien, Türkei, Iran, Irak und Israel. Immer wieder wird er als Solo-Perkussionist von international renommierten Orchestern eingeladen. Er ist Perkussionist bei Giora Feidman und arbeitet mit international renommierten Musikern wie Glen Velez, Michel Godard, Enrique Ugarte oder Gianluigi Trovesi.

Als gefragter Dozent für orientalische Perkussion und Rahmentrommeln unterrichtete er eine eigene Lehrmethode (u.a. an der Musikhochschule Freiburg und an weiteren internationalen Hochschulen und Institutionen in der Schweiz, Spanien, USA, Türkei, Iran usw.). Seit 2015 lehrt Murat Coskun als Dozent für Perkussion im Studiengang für Weltmusik an der Popakademie Mannheim. Als Autor und Lehrer entwickelte er die erste Rahmentrommel-Lehr-DVD Finger Dance und ist als Endorser der Firmen Anklang Musikwelt und Schlagwerk Percussion an der Neuentwicklung von Rahmentrommeln beteiligt.

Murat Coskun ist Gründer und künstlerischer Leiter des weltweit bedeutendsten Festivals für Rahmentrommeln „Tamburi Mundi“ in Freiburg. 1998 gewann er den SWR-Weltmusikpreis mit dem ensemble FisFüz und wurde 2004 mit dem ZMF-Preis ausgezeichnet.

www.murat-coskun.eu

 

Zart schmelzende Klarinettenfarben, brillant perlende Tonkaskaden und flirrende Gitarrenklänge – auch in ihrem zweiten gemeinsamen Programm versprühen der Klarinettist Helmut Eisel und der Gypsy-Gitarrist Joscho Stephan musikalische Spielfreude vom Feinsten! Unter dem Titel „Bei dir war es immer so schön“ haben die beiden, ergänzt um Günter Stephan an der Rhythmusgitarre und Volker Kamp am groovenden Kontrabass, im Herbst 2016 ihre zweite CD herausgebracht, die ebenso wie das aktuelle Live-Programm swingend und im virtuosen musikalischen Dialog Geschichten aus dem Leben erzählt.

Der vitale Mix aus Joscho Stephans brillanter Gypsy Swing-Gitarre und Helmut Eisels von Jazz und Klezmer inspirierter „sprechender Klarinette“ ist geprägt von der unbändigen Improvisationslust der beiden Solisten, die sich gegenseitig mal galant die Bühne bereiten, mal aber auch spontan und ungemein witzig Paroli bieten. Eigene Titel von Stephan und Eisel fügen sich dabei nahtlos in eine Reihe von Traditionals und Klassikern wie „Sammy’s Freilach“ oder „Bei dir war es immer so schön“ – in stets ganz einmaligen Interpretationen, wie sie typisch für das Joscho Stepahn / Helmut Eisel Quartett sind.

Überschäumende Lebenslust und tiefgründige Melancholie, verträumte Melodien und spannungsgeladene Harmonik – in Helmut Eisel und Joscho Stephan treffen sich zwei, die die Musik genau so lieben wie ihr Publikum und die diesem ungemein viel zu sagen haben.

www.helmut-eisel.de

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum gleichermaßen.

Musikergrößen wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten u.a. in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.

www.joscho-stephan.de

 

Helmut Eisel

Die Idee, mit der Klarinette Geschichten zu erzählen, zu schimpfen, zu trösten, zu lachen und zu weinen, begeistert Helmut Eisel bereits seit seiner Kindheit. Als er von seinem Großvater die Grundbegriffe des Klarinettenspiels erlernte, entdeckte er, wie vielfältig und farbenreich die Ausdrucksmöglichkeiten dieses Instrumentes sind.

Während seines Mathematikstudiums spielte er in diversen Jazzbands und entwickelte seine improvisatorischen Fähigkeiten stetig weiter. Ausschlaggebend für seine musikalische Entwicklung wurde die Begegnung mit Giora Feidman im Jahr 1989. Im intensiven Austausch mit ihm lernte Helmut Eisel die Klezmermusik und ihre tiefe spirituelle Bedeutung kennen, die zur Inspiration für zahlreiche eigene Kompositionen und Improvisationen wurde.

Klezmer, Klassik und Jazz – musikalische Welten, die nichts verbindet? Von wegen! Helmut Eisel hat vielfach bewiesen, wie leicht sich Vorbehalte beiderseits musizierend widerlegen lassen und wie viel Spaß es Musikern und Publikum macht, stilistisch den Blick über den Tellerrand zu wagen. Auch in seiner eigenen kreativen Tätigkeit sucht er die Inspiration in der Vielfalt. Er konzertiert mit seinem Trio JEM und arbeitet in Klassik-, Jazz- und Kammermusikprojekten. Solistisch tritt er als höchst individueller Interpret eigener und klassischer Kompositionen auch mit Orchestern und Chören auf.

www.helmut-eisel.de